Alle Vögel sind schon da, fast alle…
Nistkastenpflege
Nistkästen sollten allerspätestens Anfang März angebracht werden. Bei milden Temperaturen beginnen viele Vögel jedoch schon im Februar zu brüten. Nicht nur darum empfiehlt sich eine Montage bereits im Herbst, denn auch Nager und Insekten nehmen diese wettergeschützten Höhlen gerne zum Schlafen und zur Überwinterung an.
Nach der Brut alte Nester aus dem Kasten entfernen, damit sie im kommenden Jahr neu belegt werden können. Damit beugen Sie Parasitenbefall, etwa durch Vogelflöhe oder Milben vor und die Tiere bleiben gesund. Ein guter Zeitpunkt zum Ausmisten ist der Spätsommer.
Es genügt die Kästen gründlich mit einer Bürste auszukehren und das alte Nest bspw. auf dem Komposthaufen zu entsorgen. Auf keinen Fall dürfen Nistkästen mit chemischen Reinigern oder Insektenschutzmittel behandelt werden. Aus hygienischen Gründen sollten Sie bei der Reinigung unbedingt Handschuhe und eine Mund-Nase-Maske tragen, da die Hinterlassenschaften Fliegen, Flöhe und Milben beherbergen können.
Meisen brüten mehrmals im Jahr, weshalb der Nistkasten nicht zwischen den Bruten gereinigt werden sollte. Bestimmte Nester sollten überhaupt nicht gesäubert werden. Mausersegler bauen ihr Leben lang an einem einzigen Nest. Auch Schwalbennester werden im Folgejahr weitergenutzt und stehen daher ganzjährig unter Schutz. Wintergäste wie der Siebenschläfer sollten ebenfalls in Ruhe gelassen werden. Den Kasten können Sie im Frühjahr reinigen, wenn er wieder ausgezogen ist.
Mit einem Logbuch können Sie im nächsten Jahr gezielt neue Nistkästen für seltene Vogelarten errichten. Notieren Sie sich die Belegung der einzelnen Käste. Welche Vögel haben gebrütet, wie viele Jungtiere sind ausgeflogen?
